Mühlsteinbruch

1355 erscheint Hilpolt von Stain und vor ihm Perchtold der Witolzhover, Ritter in Ettal, als Besitzer eines Steinlehens in Kohlgrub, „Steinla“ genannt, das 1355 dem Kloster Polling übergeben wurde. Im 17.Jahrhundert entstand wegen dieser „Steinhäll“, die Polling mit Mühlsteinen versorgte, ein Streit zwischen Polling und Ettal. Erst 1791 wurde er durch die Hofkammer beigelegt.1698 arbeitete Urban Veith mit 9 anderen im Steinbruch in der „Steingrube“ bei Aschau.

1792 ist Sebastian Veith am „Millsteinbruch“ beschäftigt. Dieses Gut „Steinla“, auch „Steinletten“ genannt, befand sich am sogenannten „Steingruebpach“ zwischen dem „Kohlgruber Berg“ (Hörnle) und dem „Schlitten“, gegen Schwaigen zu aufwärts an der Riß, ganz versteckt oberhalb des Fuchslochs. Ca.500 Meter hinterm „Fuchsloch“ waren im vorigen Jahrhundert an einer Felswand noch die Jahreszahlen 1552, 1585 festzustellen.

Auch der Geologe Mathias Flurl, kurfürstlicher wirklicher Berg- und Münzrath, ehemaliger Professor bei der herzoglich-marianischen Landesakademie, beschreibt 1792 in seinem 5. Brief „Beschreibung der Gebirge von Baiern und der oberen Pfalz mit den darin vorkommenden Fossilien, aufläßigen und noch vorhandenen Berg- und
Hüttengebäuden“, den Mühlsteinbruch.
„Bey Kohlgrub wird der Sandstein sehr großkörnig, und deswegen bisweilen zu Mühlsteinen gebrochen. Da aber der Zusammenhang seiner Körner nicht stark genug ist, so finden selbe keinen beträchtlichen Absatz.“

Dies dürfte auch der Grund gewesen sein, dass dann der Abbau der Mühlsteine eingestellt wurde, das Datum ist nicht bekannt.
Doch vor dem alten Mühlsteinbruch liegt noch ein halber Mühlstein, sowie ein Teil der Grundmauern eines Gebäudes, das wahrscheinlich für die Steinbrecher gedient hat, kann man noch feststellen.

In unmittelbarer Nähe sind noch zwei Kohlstätten zu finden, die wahrscheinlich für den Betrieb der Glashütte benötigt wurden und von Kohlgruber betrieben wurden. Aber leider ist dazu derzeit nicht mehr bekannt.

So liegen zwei uralte Relikte aus vergangener Zeit nebeneinander, daneben fließt die wildromantische Lahne, die aber manchmal auch sehr bedrohlich war und bewahren ihre Geheimnisse.